Eis Projeten 2022
Der Jugendtreff Käl/Téiteng liegt im Süden des Landes und hat eine Bewohnerzahl von 8746 (Stand 2016). Das Jugendhaus wurde im Jahre 2005 gegründet und seit einigen Jahren besteht auch ein Jugendinfo Punkt, welches sein Büro separat des Jugendhauses hat. Hinzukommt, dass wir unterschiedliche Partnerschaften führen, wie z.B. mit der SEA aus Kayl und Tetingen aber auch weitere Partnerschaften.
Vor bereits 6 Jahren haben wir uns dazu entschieden die Jugendlichen auf eine ausgewogene Ernährung zu sensibilisieren und waren Teil des Projekts „Bouger plus manger mieux“. Wir haben regelmäßig Kochaktivitäten mit den Jugendlichen durchgeführt in denen wir den jungen Menschen den Einblick ins gesunde Kochen ermöglicht haben. Da es für uns wichtig ist auch die jungen Menschen zwischen 10 -12 Jahren dazu zu motivieren ins Jugendhaus zu kommen, startetet wir letztes Jahr das Projekt „Gesond Iessen mei Bewegen 10-12“.
Über die Jahre hinweg kamen diese Projekte zu jeder Zeit gut bei den Jugendlichen an sodass, wir dies über die nächsten Jahre weiterführen und die Zielgruppe nicht nur 10-12-jährige sein sollen, sondern auch für ältere Jugendliche. Weshalb das Angebot von Antigaspi eine anregende Möglichkeit für uns ist, um das Thema der Lebensmittelverschwendung mit in unser bereits bestehendes Projekt zu integrieren.
Seit Beginn der Corona Krise, ist den Mitarbeitern des Jugendhaus aufgefallen, dass die physische und psychische Widerstandfähigkeit der Jugendlichen abgenommen hat. Durch Beobachtungen und Gespräche wurde sichtbar, dass durch die große Veränderung, die sich in den letzten 18 Monaten entwickelt hat, es den jungen Menschen immer schwerer fällt auf persönliche und sozialvermittelte Ressourcen zurückzugreifen, um mit belastenden Lebensumständen und/oder negative Stressfolgen adäquat umzugehen oder diese zu meistern. Bei manchen Jugendlichen kann man sogar schon von einer bestimmten Vulnerabilität sprechen.
Deshalb findet das pädagogische Fachpersonal es angemessen und von wichtiger Bedeutung, die Zielgruppe mit diesem Projekt beim Erwerb altersangemessenen Kompetenzen zu fördern und zu unterstützen. Das Projekt basiert darauf, die bestehenden Schutzfaktoren bei den Jugendlichen zu reaktiveren, zu erkennen und zu stärken. Im Vordergrund steht die Förderung der Salutogenese (Entstehung von Gesundheit) und möchten uns nicht zu sehr auf die Pathogenese (Entstehung von Krankheit) verlagern. In anderen Worten konzentrieren wir uns sowohl auf die persönlichen wie auch auf die externen Ressourcen der Adressaten.
Nach WERNER und ANTONOVSKY ist es nämlich bewiesen, dass das Fördern der Schutzfaktoren die Wirkung der Risikofaktoren mildert und diese sich ebenfalls auf die gesunde Entwicklung des Menschen auswirken. Bei den Schutzfaktoren ist jedoch zu unterstreichen, dass unter personalen und externen Schutzfaktoren unterschieden wird. Denn die personalen Schutzfaktoren werden im Laufe der Entwicklung erworben und die externen Schutzfaktoren ergeben sich durch familiäre und außer familiäre Ressourcen. (wie z.B. Schule, SEA, Jugendhaus etc.)
So werden wir uns an den folgenden 6 personalen Schutzfaktoren (Resilienzfaktoren) orientieren und mit den Jugendlichen darauf hinarbeiten.
- Selbst- und Fremdwahrnehmung
Darunter versteht man, dass man der Wahrnehmung einen Sinn zu geben und sie zu verstehen - Selbststeuerung / Emotionsregulation
Eigene Gefühle und Erregungen aktivieren/ beruhigen - Selbstwirksamkeit
Überzeugt sein, Anforderungen zu bewältigen - Soziale Kompetenzen
Kontakt- und kommunikationsfähig sein - Umgang mit Stress
Sich an herausfordernde Bedingungen anpassen - Problemlösen
kreativ und zukunftsorientiert denken
Das „JugendInfo-Büro“ befindet sich in Gemeinderäumlichkeiten in Tetingen der Gemeinde
Kayl.
Ausserhalb des Jugendhauses gelegen, bietet die „JugendInfo“ Struktur mit 2 Räumlichkeiten
eine Rückzugsmöglichkeit für den Jugendlichen/Erwachsenen.
Der Jugendliche/Erwachsene:
1) möchte sich in Ruhe über diverse Themen des Jugendlichen /Themen um den
Jugendlichen informieren
Die Informationsstelle besitzt Informationsmaterial zu verschiedensten Themenbereichen
des Jugendlichen und hält diese Up-To-Date mit Hilfe des PIJ, der ANIJ und der Netzwerkarbeit
zwischen diversen Institutionen, Assoziationen, Strukturen in der Gemeinde/in
Luxemburg.
Themenbereiche des Jugendlichen können unteranderem sein:
– Arbeit
– Schule
– Praktikum/Formation
– Gesundheit (mental/ körperlich)
– Aktive Freizeitgestaltung
– Wohnbereich
– Usw.
Oft folgt im Gespräch mit dem Jugendlichen, dem Umfeld des Jugendlichen, ein Themenbereich
dem Anderen:
Der Jugendliche /Erwachsene möchte sich über mehrere Themenbereiche die ihn betreffen
informieren / ist von mehreren Themenbereichen angesprochen.
2) sucht den Kontakt, ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Pädagogenteam,
3) auf welches eine individuelle pädagogische Begleitung folgen kann.
Angebot einer einmaligen Begleitung oder Begleitung über längeren Zeitraum.
Die Struktur „JugendInfo“ gilt in der Gemeinde als wichtige Ergänzung des Jugendhauses
durch das Angebot der intensiven Begleitung.
– Begleitung zu externen Professionellen, welche die professionelle Beratung des
Jugendlichen und dessen Umfeld übernehmen/ mit begleiten
– Reflexionsarbeit
– Familiengespräche, Gespräche mit der Schule ggbfs. anderen Kontaktpunkten im
Umfeld des Jugendlichen.
– Aufbau und Begleitung in der Lebensprojekt-Arbeit des Jugendlichen, zielorientiertes
Arbeiten.
– „Démarches administratives“ /Verwaltungsverfahren (Aufstellung/Bewerbungsschreiben,
Antragstellungen usw.)
Angebot der Kostenübernahme von Briefumschlägen und Frankierungen, bei
Schreiben, welche in Begleitung des pädagogischen Personals aufgestellt wurden.